Forellenangeln mit Spoons

19.04.2019 12:45

Der Spoon ist keine neue Erfindung und viele ältere Semester wissen schon lange wie fängig Blinker sein können. Dennoch ist der "Spoontrend" absolut gerechtfertigt denn die neue Art der Spoons unterscheidet sich deutlich von früheren Blinkervorgängern. Der Erfolg der kleinen Spoons zieht sich vom kleinen Forellenbach, über den Forellehof bis hin zu großen Seen wo mit den Spoons nicht nur Forellen, sondern auch Barsche sehr aktiv befischt werden können.

Vorteile beim Spoon Angeln

- dank Einzelhaken sehr einfaches Releasen (untermaßiger) Fische 

- sehr flexible Köderführung und Präsentation

- einfacher / kostengünstiger Einstieg

- große Auswahl passender Spoonmodelle

- Spoons sind leise aber fangen genau dadurch

Was braucht man zum Spoonangeln?

Das schöne am Spoonangeln: man braucht nicht viel und die meisten haben eine passende Ausrüstung ohnehin im Inventar. Ideal wäre natürlich eine Ultralight Rute aber auch mit einer preiswerten Spinnrute bis 20 Gramm Wurfgewicht kann man schon mit Spoonangeln beginnen. Lediglich für einige Anwendungen wie das Jiggen von UL Spoons am Grund wäre eine Rute im Bereich von etwa 0,5 - 7 Gramm Wurfgewicht gut geeignet. Die Rute darf gerne etwas sensibler sein und auch längere Ruten eignen sich gerade dann wenn man größere Wurfweiten hat. Für Anwendungen wie das Spoonangeln am Spirolino braucht man dagegen keine spezielle Rute. 

Spoons richtig anködern

Auch wenn im Ultralight Bereich viele auf das direkte Anbinden des Spoons schwören sollte man einen Snap in Erwägung ziehen. Häufig hängt die Wahl des richtigen Spoons von vielen Faktoren ab und so wird man auch beim Spoonangeln nicht umher kommen einige Modelle am Wasser zu testen. Da ist dann der Snap beim schnellen Köderwechsel dem Anbinden vorzuziehen. Als Snaps eignen sich für sehr schnellen Wechsel der G.T.R Fast Snap Größe 1 oder die G.T.R Duo Lock Snaps in den Größen 00, 0 und 1 (je nach Größe des Spoons)

Snap zum Spoonangeln     duolock snap für forelle ultralight

Fast Snap ermöglicht schnellen Wechsel                 Duo Locks Snaps in Größe 00, 0 und 1

Welche Schnur zum Spoonangeln

Als Schnur beim Spoonangeln ist bei den typischen Arten der Köderführung die dünne monofile Schnur mit einem dünnen Fluorocarbonvorfach der geflochtenen Schnur meistens überlegen. Die Monofile kann einige Fluchten abfedern, bietet gefühlt mehr Drillspaß und verhindert das Ausschlitzen der Fische (gerade wenn man Barbeless fischt). Jiggt man die Spoons dagegen am Grund kann für die Köderführung und die direktere Übertragung eine geflochtene Hauptschnur von Vorteil sein. Auch hier sollte aber ein FC Vorfach zum Einsatz kommen.

Die richtige Köderführung beim Spoonangeln

Eins vorweg: DIE richtige Köderführung gibt es beim Spoonangeln nicht. Der Spoon kann situationsbedingt sehr individuell geführt werden. Das klassische Einleiern des Spoons bringt sicher den ein oder anderen Fisch und an manchen Tagen funktioniert das einleiern hervorragend. Gerade wenn die Forellen den Köder aber über längere Zeit interessiert verfolgen kann ein kurzer Spinnstop den Biss bringen. Dieses unerwartete Element führt häufig zu einem Reaktionsbiss. Sollten also die Forellen bis ans Ufer dem Spoon folgen gibt es drei Möglichkeiten:

- Einholgeschwindigkeit ändern: idealerweise langsam führen und beim verfolgen beschleunigen

- kurze Spin Stops beim Einleiern: der Blinker flattert dann vertikal und der Räuber muss sich entscheiden

- Twitches: kleine Animationen mit der Rute für ein verändertes Laufverhalten

Gerade beim Barschangeln oder wenn Forellen inaktiv oder tiefer stehen ist das Jiggen sehr erfolgreich. Der Spoon kann sowohl im Mittelwasser gejiggt werden (was einiges an Vertrauen in Können und Köder voraussetzt) oder aber am Grund. Dabei lässt man den Spoon an offener Spule zum Grund sinken und jiggt den Köder langsam über Grund. Gerade wenn die Fische tief oder grundnah stehen kan diese Methode erstaunlich häufig zum Erfolg führen. Dabei wird der Köder beim Anjiggen schnell beschleunigt um dann wieder langsam zum Grund zu flattern. Mit dieser Methode kann man an manchen Tagen die Fische pflücken während die umliegenden Angler mit den klassischen Methoden keinen Biss bekommen.

Spoons zum Forellenangeln

Mittlerweile gibt es auf dem Markt zahlreiche Spoons und für verschiedene Situationen die unterschiedlichsten Modelle. Form und Farbe können damit angepasst werden. Farblich kann gefischt werden was gefällt. Schwarz, Weiss und Rot sollten aber je nach Gewässergegebenheiten nicht in der Spoonbox fehlen.

Spoons für Fluss und Strömung

Fazit: Spoonangeln macht Laune und ist auch sehr erfolgreich. Egal ob am Stausee, im kleinen Bach oder am Forellehof: oft kann der Spoon seine Stärken ausspielen und er braucht den Vergleich zu Wobbler oder Spinnern definitiv nicht scheuen


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